Tauchen – Tauchbasis Plansee

Die Tauchbasis in Reutte. Plansee (3) ist für Taucher, die Smaragde lieben, Pflicht. Das smaragdgrüne Wasser zieht seine Besucher in ihren Bann. Baumstämme, die wie in einem überdimensionalen Mikadofeld unter der Wasseroberfläche liegen, laden zum Nachdenken über den nächsten Zug ein. Drei verschiedene Welten, wobei die Letztere wie ein Ausflug auf den Mond oder zum Mars wirkt, bieten dem Taucherherz eine unbeschreibliche Tauchwelt an.

Viele Tauchschulen kommen zum Planseecamp, vor allem um die begehrte Advanced Open Water Diver (AOWD) Zertifizierung zu erlangen. Übermäßig kälteempfindlich sollte der Taucher nicht sein, denn der Bergsee steht zu seiner Bezeichnung als solcher. Auch im Sommer ist die Wassertemperatur selten über 20 Grad.

5 Fakten für Taucher zum Plansee:

  1. Meter ü. n. N.: 976 Meter
  2. Tiefe: 78 Meter
  3. Temperatur: 4°C – 20°C
  4. Sichtweiten: 7 Meter – 25 Meter
  5. Koordinaten: 47°28’10“ N und 10°48’20“ O

Den Taucher erwartet das Planseecamp mit einer gemütlichen Almstube. Am Abend lässt sich gut in dieser über den Tauchtag sprechen oder vor einem Nachttaugang alles Notwendige zu planen. Im beheizten Trockenraum lässt sich auch seine Tauchausrüstung für den nächsten Tag gut trocknen. Eine Füllstation für die Druckluftflasche ist vorhanden. Ihr müsst keine zusätzlichen Tauchflaschen mitnehmen. Durch das grandiose Bergpanorama fühlt sich der Tauchausflug an wie ein Kurzurlaub. Sollte der Taucher länger bleiben wollen, um zum Beispiel gleich am frühen Morgen abzutauchen oder am späten Abend, wenn die letzten Sonnenstrahlen über den See sich zurückziehen, dann gibt es im Planseecamp eine Übernachtungsmöglichkeit. Duschen wie auch Toiletten sind nur in 50 Meter Laufweite auf dem Campingplatz. Wir haben uns mal ein Blockhaus zu fünft genommen.

Was für ein Organisationsspaß für’s Tauchwochenende!

Ein Taucher möchte grillen. Ein Anderer möchte wiederum ausgiebig Frühstücken. Wiederum ein weiterer während des Tages in einen Apfel oder Schokolade beißen und so weiter und sofort. Übrigens ein Dekobier kann am Kiosk oder in einer nicht allzuweit entfernten Gaststätte organisiert werden, sollte man dieses nicht selbst mitgebracht haben. Eine Checkliste ist nicht nur für das Tauchequipment eine Lösung! Umso mehr Spaß hatte jeder einzelne von uns, am Abend auf der Terrasse aus der eigenen Sicht über seinen Tauchgang zu berichten und dabei den Grillgeruch in der Nase zu haben. Das Blockhaus ist unsere absolute Empfehlung für einen Tauchwochenende oder einen kurzen Tauchurlaub in den Bergen.

Ein Austausch ist wichtig, denn jeder empfindet die Zeit Unterwasser anders. Auch lernt man sich näher kennen, das hat zudem einen positiven Einfluss auf den Tauchgang. Auch ist das Tauchempfinden immer anders, je nachdem ob man als Tauchlehrer, Guide, Buddy-Team oder in der Nacht als Schlusslicht einer Perlenschnurformation taucht. Ein Fisch bleibt in der Regel nicht stehen und wartet bis jeder Taucher vorbeigeschaut hat. Genauso ist es nicht festgeschrieben, dass der Taucher an erster Postion alles sieht und der an der Letzten nichts.

Was sollte ich wissen vor meinem Tauchausflug:

Der Plansee ist wunderbar, um Erfahrungen in 30 Meter Tiefe zu machen, wer so tief überhaupt tauchen möchte. Tauchen auf dem Mond? Im Plansee auf 30 Metern bei 4°C Wassertemperatur fühlt es sich fast so an. Wir haben dort unseren AOWD gemacht und werden das Geräusch, das der Atmenregler in 30 Meter Kaltwasser von sich gibt, nie vergessen. Unheimlich – aber unheimlich schön! Wir haben es dort zum ersten Mal gespürt, dieses Kribbeln, das wohl jeder Taucher bei Tieftauchgängen einmal erlebt hat.

Im Plansee ist die Orientierung nicht allzu schwer, denn man taucht entspannt ab. Es fühlt sich an, als wenn man bergab ohne großes Gefälle hinunter gleitet. Auf 13 Meter steht eine Holzkutsche und nicht weit davon ein Holzschlitten, die beide irgendwie darauf warten, wieder in Betrieb genommen zu werden, um ihre Reise zu beenden.

Eine Geschichte besagt, dass vor fast einem Jahrhundert dort ein Holztransport einbrach. Ein besonderer Genuss ist die Vegetationswelt zwischen 5 Meter und 10 Meter Wassertiefe.

Ein Tauchtipp zum Schluß!

Der Plansee besteht aus drei Tauchzonen. Vorherige Beschreibung bezieht sich auf den Tauchabschnitt Planseecamp. In der Tauchzone Hotel Forelle steht ein Heuwagen aus Holz in 15 Meter Tiefe und in der Nacht ist die Sicht unbeschreiblich schön, denn die Natur reflektiert die starken Farben und viele Steinkrebse können im Bereich des Ufers gesichtet werden. In der letzten Zone, die für Taucher zugelassen ist – Kaiserbrunnen – wird gemunkelt, dass eine Schotterhalde nach dem Abstieg zusehen ist. Diese geht ab 15 Meter Tiefe in Schlamm über. Hier sind wir noch nicht getaucht, deswegen kann ich schwer dazu noch etwas sagen.

Als wir aus dem Wasser steigen und zurück in das Planseecamp gehen, blicken wir nochmals zurück auf das imposante Bergpanorama, die den Plansee umgibt. Unabhängig davon ob die Sonne scheint oder es regnet, der Anblick ist gigantisch und der Rückblick auf den Tauchgang erfreut das Taucherherz.

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