10 Gründe, die für das Tauchen sprechen!

Müssen es wirklich 10 Gründe für das Tauchen sein? Wir haben eine kleine Liste gemacht. Rückblickend schreibend fliesen jetzt unsere Erfahrungen mit ein, die euch helfen sollen, die 10 Gründe besser nachzuvollziehen.

Diese 10 Gründe möchten wir mit euch teilen, weil sie euch eventuell auch weiterhelfen, wie sie uns geholfen haben. Solltet ihr schon tauchen und seit nur neugierig, welche es für uns waren, hinterlasst gerne einen Kommentar mit eurem Grund oder Gründen mit dem Tauchen anzufangen. Ihr helft anderen und auch uns unsere Perspektive zu erweitern.

Unser Planet ist zu 3/4 mit Wasser bedeckt

Möchtest du dir das wirklich entgehen lassen? Diese 71% zu erforschen machen schon alleine neugierig darauf, mehr über unseren Planeten Erde zu erfahren. Auch wenn ihr „nur“ im Urlaub taucht, dann werdet ihr bei eurem Tauchkurs wahnsinnig viel Neues über unser zu Hause erfahren. Und was uns besonders am Herzen liegt: ihr werdet feststellen, wie schützenswert dieser bezaubernde Bereich unseres blauen Planeten ist.


Neues erlernen

Wir erweitern ständig unser Wissen. Habt Ihr euch nie gefragt, warum Menschen mit Flaschen auf dem Rücken mit strahlenden Augen und einem Grinsen im Gesicht aus dem Wasser kommen? Wir erforschen gerne Unbekanntes. Es ist eine gesunde Neugier. Und bei jedem einzelnen Tauchgang werdet ihr etwas Neues lernen.


Körperliche Fitness

Etwas für seinen Körper tun. Unabhängig davon in welcher körperlichen Verfassung man sich befindet, tauchen gibt einem ein gutes Gefühl. Allein die Tatsache, dass sich mit der Ausrüstung beschäftigt werden muss und diese in der Regel selbst auf- wie auch abgebaut wird und zum Tauchplatz gebracht werden muss, zwingt einen körperlich tätig zu werden. Das Element Wasser hilft auch dabei, seinen eigenen Körper und die dazugehörigen Bewegungsabläufe besser zu verstehen. Abgesehen davon, dass der eigentliche Tauchgang an sich körperlich sehr fordernd sein kann. Tauchen hält ganz bestimmt fit, mehr dazu im Abnehmen beim Tauchen.


Altersbeschränkung

Scuba Diving könnt ihr ohne große Schwierigkeiten ab 8 Jahren bis open End erlernen. Der OWD ist bei PADI© ab 12 Jahren möglich. Uns persönlich ist keine Altersgrenze nach oben bekannt. Wir waren sowas von hin und weg als wir erfahren haben, dass Tauchen keine Altersbeschränkung nach oben hat. Nach unserem OWD Tauchkurs sind wir mit Tauchern getaucht, welche uns gezeigt haben, wie toll es ist, dass Tauchen auch im hohen Alter auszuüben. Das fasziniert uns noch jetzt.

Tauchgang Dominik, Vanessa, May, Cheng beim Saftey Stop Scuba Diving. Foto von A.B. Lee


Große, kleine Fische und Vegetation

Natürlich träumt jeder, der mit Tauchen anfängt, mit Wahlhaien, so groß wie ein Omnibus, oder Mantas, die aussehen wie überdimensionale Fledermäuse, zu tauchen. Ging uns nicht anders. Geht uns immer noch nicht anders. ;-) Allerdings sobald das Tarieren in Perfektion nicht nur im Kopf angekommen ist, sondern diese Fertigkeit auch in der Praxis umgesetzt werden kann, entdeckt man überdies eine ganz andere Welt. Kleine Fische oder Schnecken, so bunt wie Bonbons, bekommen eine ganz andere Bedeutung und können alles andere überstrahlen. Verliebt in Makro, nennt sich das dann wohl. Genauso verhält es sich zum Beispiel mit der Vegetation. Unglaublich wie sich die Pflanzen von Tauchgang zu Tauchgang verändern. Selbst wenn ihr unmittelbar nach dem ersten Tauchgang den zweiten macht, werden euch Pflanzen auffallen, die zwar einerseits da waren, andererseits wiederum einfach nicht im Blickfeld waren, weil man sich auf 100 andere Dinge konzentriert hat. Eines was wir auf aufgrund unserer Tauchreisen verinnerlicht haben und zu einem unserer persönlichen Grundsätze beim Tauchen geworden ist: „We see, what we see.


Komfortzone

Dominik war nie ein guter Schwimmer. Das haben seine Eltern ihm (leider) nicht vererbt oder er war zu faul, es zu erlernen. Umso besser taucht er nun und verinnerlichte die Tauchlehre. Natürlich geht er gerne ins Wasser und schwimmt ein paar Runden im Pool oder auch gerne im Meer. Zum Beispiel im Ilsesee kamen bei uns beiden immer wieder Gedanken auf, was alles da unten wohl sein mag. Noch heute fühlen wir uns als normaler Schwimmer eher unbehaglich beim Überqueren eines Sees. Beim ersten Tauchgang verlässt man definitiv seine Komfortzone. Wie immer, wenn man etwas Neues ausprobiert und zum ersten Mal tut. Umso schöner ist das Gefühl, etwas Neues gemeistert zu haben. Über sich selbst hinauswachsen und neue Erfahrungen genießen kann man nur außerhalb der eigenen Komfortzone. Für uns fühlt sich tatsächlich immer noch jeder Tauchgang genau so an: neu und einzigartig!


In sich selbst hinein hören

Nun, das ist einer der Gründe, die schwerer für mich (Dominik) zu erklären sind als andere, warum ich mich dem Tauchen gestellt habe. Ein Erklärungsversuch, wobei dieser auch von manchem Leser dann mit „Geh doch Golfen!“ kommentiert werden könnte. Ich bin in meinem Beruf sehr kommunikativ gefordert, wie Vanessa im Übrigen auch. Eine gewisse Auszeit von Erreichbarkeit und auch eine Welt ausserhalb von Terminen bei denen nicht gesprochen wird, zumindest für die Dauer des Tauchganges, hat mich persönlich angesprochen. Natürlich kommunizieren Taucher Unterwasser miteinander. Allerdings auf eine andere Art und Weise, die einem auch hilft Aufgaben über dem Wasser zu erledigen, gerade bei Entscheidungsfindung. Zugleich den eigenen Atem zu hören und die Welt unter der Wasseroberfläche auf sich wirken zu lassen, ist eine Faszination. Man hört sich förmlich beim Tauchen selbst. Das hängt auch damit zusammen, dass man beim Tauchen vollkommen im Hier und Jetzt sein kann.

Für Vanessa ist das übrigens wesentlich leichter zu erklären: sie scheint von Natur aus ins Element Wasser zu gehören. Und ist dort vollkommen bei sich und sie selbst – Faszination Tauchen eben.


Vertrauen

Hier kommt das Vertrauen ins Spiel. Taucht man mit seinem Buddy, so ist es wichtig sich aufeinander zu verlassen. Vorher wird die Tauchausrüstung geprüft und aufgebaut. Das Briefing wird durchgesprochen und die Ausrüstung für den bevorstehenden Tauchgang wird angelegt. Wenn man den Tauchkurs beispielsweise mit seinem Partner macht, verbringt man viel Zeit miteinander. Man lernt sich kennen und lernt auch, sich auf andere zu verlassen. Den Buddycheck kann man sich übrigens, wenn man den Tauchkurs im deutschsprachigen Raum gemacht hat, am leichtesten wie folgt merken: „Taucher brauchen saubere Luft.

  • Taucher (T) steht für Tarierjacket
  • Brauchen (B) steht folglich für Blei
  • Saubere (S) steht für Schnallen
  • Luft (L) wird überprüft in dem zuerst aus der zweiten Stufe und daraufhin auch aus dem Oktopus geatmet wird

Zeit

Klingt widersprüchlich. Ist es aber nicht. Vor und nach einem Tauchgang nimmt man sich Zeit. Die Vorbereitung ist mindestens genauso wichtig, wie die Nachbereitung. Die Vorfreude wächst dann auf den Tauchgang oder Tauchtag. Ok, als Anfänger kann sich die Freude gerade beim Aufbauen manchmal in Grenzen halten! Ist uns sehr wohl bewusst. Die Vorbereitung ist unabhängig davon, ob jemand das Tauchen hauptberuflich oder in seiner freien Zeit ausübt, unerlässlich. Dieser Grund geht mit dem Grund 8 Hand in Hand. Für alles was man im Leben tut, muss man sich Zeit nehmen. Das ist beim Tauchen nicht anders. Nimmt man sich bewusst für etwas Zeit, wird man es noch wesentlich mehr schätzen. Tauchen braucht Zeit. Und das ist gut so.


Tauchgemeinschaft

Mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu treten, die durch das Tauchen verbunden sind, macht für uns einen ganz wesentlichen Punkt in der Faszination Tauchen aus. Wir freuen uns jedes Mal wieder, jemand Neuen aus der Tauchgemeinschaft kennenzulernen. Oft sind es ja ganz unterschiedliche Gründe, die Menschen dazu bewegen, mit dem Tauchen anzufangen. Egal aus welchem Land und aus welcher Kultur jemand stammt oder welche Sprache jemand spricht – die Leidenschaft für das Tauchen verbindet. Es gibt kaum eine Art, leichter mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen als über eine gemeinsame Leidenschaft. Da gibt es so viele Geschichten zu erzählen und Erfahrungen auszutauschen. So viel voneinander zu lernen! Hört einmal einer Gruppe Taucher zu – fast immer geht es um Erlebnisse im und am Wasser. Auf der ganzen Welt gibt es Möglichkeiten zu tauchen. Die Tauchgemeinschaft gibt einem die Möglichkeit selbst an den entferntesten Orten dieser Welt dazuzugehören. Eine Alternative ist es allemal als OWD nicht nur im Urlaub, sondern auch zu Hause für ein paar Stunden abzutauchen.


Zusammengefasst der Gründe fürs Tauchen:

Unser Planet besteht aus fast 3/4 Wasser. Tauchen lernen um Neues zu erlernen und körperliche Fitness ohne Alterseinschränkung zu erlangen; große, kleine Fische und Vegetation aus der eignen neu erlernten Komfortzone heraus zu erleben, dabei in sich selbst hinein hören und zugleich Vertrauen zu Anderen aufbauen, so wie sich Zeit nehmen, um mitunter die Tauchgemeinschaft zu genießen.

Im Grunde genommen sind das unsere Gedanken, warum wir mit dem Tauchen angefangen haben. Der erste Schritt war beispielsweise ein Schnuppertauchgang, gefolgt von der Open Water Diver Zertifizierung, wohingegen die uns ermöglicht hat, mit unseren Freunden Cornelia, Simon und Walter in Thailand das erste Mal im Urlaub zu tauchen. Rückblickend betrachtet ist es ein wirkliches Tauchabenteuer. Und bestimmt noch lange nicht vorbei…